Heißluftfritteusen Test der Stiftung Warentest

Ende 2018 hat die Stiftung Warentest einen Heißluftfritteusen Test veröffentlicht, bei dem die Geräte gar nicht gut abschnitten. Viele dieser Fritteusen sind auch heute noch am Markt.

Als Testsieger erreichte die Philips Airfryer HD9220 gerade so eben die Note „durchschnittlich“. Und es kommt noch dicker: Ausgewiesene Bestseller wie die Princess XL 182020 haben eine Bewertung mit „weniger zufriedenstellend“.

Verbrennungsgefahr

Besonders die Modelle mit Deckel bekamen ihr Fett ab. So wird die hohe Temperatur des Deckels kritisiert und die Geräte deswegen auf „nicht zufriedenstellend“ abgewertet. Das erscheint ungefähr so als würde man vor dem Gebrauch eines Kochtopfs warnen, weil der Deckel beim Kochen heiß wird.

Richtig skurril wird es aber, wenn davor gewarnt wird, ein Gerät über dem Luftaustritt an der Rückseite zu berühren, weil es dort heiß wird. Das ist ungefähr so, wie wenn ich davor warne, den laufenden Motor eines Autos zu berühren.

Glücklicherweise wird die Verbrennungsgefahr in den Kommentaren von Benutzern auf der Seite von Stiftung Warentest relativiert.

Auch auf den großen Verkaufsportalen gibt es jede Menge gerechtfertigter und ungerechtfertigter Kritik. Aber verbrannt hat sich nach meinen Recherchen noch keiner, der seine Sinne halbwegs beisammen hat.

Ich denke jeder, der eine Heißluftfritteuse als kleinen Umluftbackofen begriffen hat, weiß, worauf er sich einlässt.

Schlechte Ergebnisse

Im Test werden auch die teilweise schlechten Garergebnisse kritisiert. Damit ist die Stiftung Warentest nicht allein. In vielen Kundenrezensionen wird beanstandet, dass die Pommes oder die Steaks oder die Hähnchen nicht so werden, wie sich das die Käufer vorgestellt haben.

Dem gegenüber steht die Mehrzahl der Anwender, die mit den gleichen Geräten sehr leckere Ergebnisse erzielen.

Unserer Meinung nach gewinnen die Experimentierfreudigen. Wer sich stur nur an die Herstellerangaben hält und nicht mal eine längere Garzeit oder eine höhere Temperatur ausprobiert, wird mit seiner Heißluftfritteuse nicht glücklich werden.

Völlig überflüssig ist auch die Anmerkung im Test, dass die Pommes Frites aus einer Heißluftfritteuse nicht so intensiv riechen und schmecken wie die, die in Fett geschwommen sind. Logisch, dass die anders schmecken. Ob man das jetzt besser oder schlechter findet, ist eindeutig Geschmacksache.

Schlussbemerkung

Die Stiftung Warentest leistet unbestritten sehr wertvolle Arbeit im Sinne der Konsumenten. Und niemand wird abstreiten, dass es unter den Heißluftfritteusen Geräte gibt, die der Konsument im eigenen Interesse besser nicht kauft.

Nur bei diesem Heißluftfritteusen Test hat die Stiftung etwas übers Ziel hinausgeschossen. Da werden Gefahren heraufbeschworen, die für jemanden mit ein bisschen Grips überhaupt keine sind.

Die große Beliebtheit der Heißluftfritteusen spricht wohl auch dafür, dass man mit ihnen vielfältige Speisen einfach und gesund zubereiten kann.